Ein Bürotag, ein Friseurstuhl und eine Werkbank verlangen unterschiedliche Bewegungen. Arbeitshöhe, Reichweite, Kraftaufwand und Dauer gehören zur Aufgabe. Wer Haltung bei der Arbeit betrachtet, sollte deshalb auch Arbeitsmittel, Abläufe und Erholungsmöglichkeiten ansehen.

Die Umgebung gehört zum Körperbild

Auch Organisation schafft Spielraum: Tätigkeiten mit unterschiedlichen Anforderungen wechseln, Unterbrechungen ermöglichen und Sitz-, Steh- oder Gehanteile dort verbinden, wo es die Arbeit zulässt. Die DGUV nennt solche Maßnahmen als Bestandteile der Gestaltung körperlicher Belastung.1

Unterstützung einplanen

Die BGW ordnet die Auswahl kleiner Hilfsmittel dem individuellen Unterstützungsbedarf und der Gefährdungsbeurteilung zu. Die passende Ausrüstung und eine Einweisung gehören deshalb zur Gestaltung der Tätigkeit.2

Auch Pausen haben einen Ort im Ablauf

Im Transport richtet sich der Blick etwa auf einen einstellbaren Fahrersitz, gut erreichbare Bedienelemente und geplante Unterbrechungen. Bewegungswechsel finden in geeigneten Pausen statt. Bei Fahrpersonal mit Ganzkörperschwingungen, etwa auf Flurförderzeugen, nennt die DGUV zusätzlich vibrationsfreie Phasen.1

Diese Beispiele zeigen eine gemeinsame Denkweise für sehr verschiedene Berufe: Die konkrete Anforderung beschreiben, veränderbare Bedingungen suchen und die Wirkung im Arbeitsablauf beobachten. Ein Körper muss viele Aufgaben erfüllen können. Ein gut gestalteter Arbeitsplatz gibt ihm dafür Möglichkeiten.

Quellen & Weiterlesen

  1. DGUV: Organisatorische Maßnahmen bei körperlichen Belastungen ↗Offizielle Arbeitsschutzinformationen zu Tätigkeitswechsel, Erholung und Bewegungspausen.
  2. BGW: Kleine Hilfsmittel zur Bewegungsunterstützung ↗Auswahl von Hilfsmitteln anhand des individuellen Unterstützungsbedarfs in der Pflege.